(H): HSV Sömmerda 05 vs. HSG Suhl/Goldlauter (29:30)

 

Auch im dritten Spiel der Saison bleiben die Männer von Trainer Schrödter glücklos und müssen sich in eigener Halle Suhl geschlagen geben. Zwar lieferte die Mannschaft einen großen Kampf, am Ende reichte es aber knapp nicht zum Punktgewinn.

Trotz eigenem Anwurf waren es die Gäste, die nach technischem Fehler per Tempogegenstoß das erste Tor erzielten. Auch in der Folge schlichen sich Fehler ins Angriffsspiel ein. Mehr als drei Minuten sollte es dauern, bis sich Stefan Schrödter ein Herz nahm und den Ball endlich im Tor unterbrachte (1:2, 4. Min). Aber nicht nur bei den 05ern stotterte der Motor noch im Angriffsspiel. Suhl erlaubte sich trotz zwischenzeitlicher Überzahl auch mehrere Fahrkarten und konnte sich nicht absetzen. Zwar legten die Gäste meist ein Tor vor, worauf die Hausherren jetzt aber postwendend antworteten. Mehrmals kamen die 05er sogar zu einem Unentschieden, konnten die Führung aber nicht übernehmen (6:6, 15. Min). Während sich die Sömmerdaer in der Folge allerdings nicht weiter steigern konnten und sich immer wieder Fehlerwürfe und Ballverluste erlaubten sah es bei Suhl anders aus. In eigener Unterzahl nutzen die Gäste diese Fehler und setzten sich schnell wieder auf zwei Tore ab (6:8, 19. Min). Der Angriff blieb Stückwerk und auch der Ausfall von Johannes Pölzing, der sich bei einer Abwehraktion am Rücken verletzte und vor allem dort eine Lücke riss, half nicht dabei Ruhe ins eigene Spiel zu bringen. Suhl nutze die Gunst der Stunde, setzte sich weiter ab und warf bis zur Pause einen fünf Tore Vorsprung heraus (11:16, 30. Min).

In Durchgang Zwei blieb erst einmal alles beim Alten. Suhl spielte seinen Stiefel weiter ruhig und konsequent herunter und hielt den Vorsprung zunächst konstant (14:19, 35. Min). Dann allerdings erlaubten sich die Gäste mehrere Zeitstrafen in Folge und brachten die 05er wieder ins Spiel. Fast fünf Minuten spielten die Sömmerdaer in teils doppelter Überzahl. Die 05er nahmen das Geschenk und den sich bietenden Platz dankbar an und waren auf einmal wieder in Schlagdistanz (19:20, 40. Min). Der Suhler Trainer hatte genug gesehen und unterbrach den Lauf mit einer Auszeit, die auch Früchte trug. Sömmerda kam aus dem Konzept und verlor nach einer Knieverletzung von Stefan Schrödter, der bis hierhin vor allem im Mittelblock gute Arbeit geleistet hatte, den Faden. Zwar erspielte man sich immer wieder Chancen, scheiterte dann aber mehrfach am Torwart der Waffenstädter. Auch die Abwehr musste sich in ungewohnter Formation erst einmal sammeln und so war der alte Abstand schnell wiederhergestellt (22:27, 49. Min). Angefeuert vom lautstarken Publikum bäumte sich die Mannschaft noch einmal auf und das Pendel schwang in die andere Richtung. Die Abwehr stand immer sicherer und ermöglichte dem wieder im Tor stehenden Michael Gleichmann so mehrere Paraden in Folge. Die Gäste schienen die Kräfte zu verlassen und durch Gegenstöße und schnelles Spiel schmolz der Rückstand Tor um Tor dahin. Einmal mehr kam man auf ein Tor heran (28:29, 57. Min). Trainer Schrödter versuchte alles und brachte in den letzten Angriffen den siebten Feldspieler, aber es sollte nicht reichen. Beide Mannschaften warfen nur noch ein Tor und trotz eigenem Ballbesitz 40 Sekunden vor Schluss landete der letzte Wurf, ein direkter Freiwurf, in den Armen der Abwehr.

Schon vorher war klar, dass es gegen die gut in die Saison gestarteten Suhler schwer werden würde. Durch vier Ausfälle musste die rechte Angriffsseite fast komplett ersetzt werden und im Spiel kamen noch zwei weitere Verletzte hinzu, denen wir an dieser Stelle eine gute Besserung wünschen! Die Mannschaft ließ sich aber trotzdem nicht unterkriegen und warf alles in die Waagschale. Am Ende waren es allerdings zu viele liegen gelassene Chancen und der Kampf wurde nicht belohnt. Jetzt hat die Mannschaft erst einmal drei Wochen Pause, bevor es am 27.11. zum nächsten Auswärtsspiel nach Weimar geht.

 

Es spielten: Michael Gleichmann, Kai Hölzen, Gustav Könnecke; Moritz Brachmann (4), Martin Deichstetter (1/1), Sebastian Lange (2) Paul Pankratz (1), Johannes Pölzing, Carsten Rößler (4), Marco Schade (11/3), Paul Spiller (1), Stefan Schrödter (2), Alexander Schwarz, Konstantin Wolf (3)

 

Strafen: 1x2 Min. Sömmerda, 6x2 Min. Suhl/Goldlauter

7m: 4/6 Sömmerda, 2/2 Suhl/Goldlauter

Zuschauer: ca. 80

Schiedsrichter: Hanse, Rudolph